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» Das Kriegsrecht

Nach Beendigung des Kriegsrechts wurden die inhaftierten Oppositionellen freigelassen.

Aber erst als sich im August 1988 die Wende anbahnte kam es zu einer Kontaktaufnahme zwischen der kommunistischen Führung und Solidarnosc. Eine neue Streikwelle bahnte sich an und die Regierung bat Walesa um Intervention. Er ließ die Streiks daraufhin beenden.

Mit dem Beginn der politischen Wende 1989 die Gewerkschaft Solidarność wieder zugelassen. Die entscheidenden Gespräche und Lösungen für den Wechsel vom Kommunismus zur Demokratie fanden am „Runden Tisch“ statt. Dort trafen sich die Vertreter der bisherigen kommunistischen Führung, der Solidarnosc, der katholischen Kirche und anderer gesellschaftlich relevanten Gruppen. Ergebnis der Gespräche waren die halbfreien Wahlen, die die Gewerkschaft mit überragender Mehrheit gewann. Die Sitzverteilung war bereits im Vorfeld am runden Tisch festgelegt worden. Danach standen den kommunistischen Parteien und Organisationen insgesamt 65% der Sitze zu. Die restlichen 35% wurden an die Opposition verteilt. Der „Runde Tisch“ steht heute im Präsidentenpalais.

General Jaruzelski blieb noch bis 1990 offiziell als Staatspräsident im Amt, bis nach den ersten freien Präsidentschaftswahlen Wahlsieger Lech Wałęsa seine Nachfolge antrat. Der Intellektuelle und liberale Politiker Tadeusz Mazowiecki wurde bereits ein Jahr zuvor nach den ersten teilweise freien Parlamentswahlen neuer Regierungschef und damit Polens erster frei gewählter Ministerpräsident nach 1939.